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Meine Standpunkte

Auf der Startseite finden Sie meine Schwerpunkte in Kurzform. Hier lege ich offen, was konkret dahintersteht: welche Zahlen ich zugrunde lege, welche Maßnahmen ich vorschlage und woran Sie mich messen können.

Bildung & Jugend

Jede Schule in Musterstadt braucht bis 2030 sanierte Räume, verlässliche Ganztagsbetreuung und eine Digitalausstattung, die im Unterricht wirklich funktioniert.

Musterstadt betreibt vier Grundschulen, eine Mittelschule und elf Kindertagesstätten. Drei der Gebäude stammen aus den 1970er Jahren und sind weder energetisch saniert noch barrierefrei. Ich setze mich dafür ein, die Sanierung in einer verbindlichen Reihenfolge festzuschreiben, statt sie Haushaltsjahr für Haushaltsjahr neu zu verhandeln.

  • Sanierungsfahrplan mit festen Jahresscheiben und veröffentlichtem Zwischenstand
  • Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 personell hinterlegen, nicht nur baulich
  • Ein fester IT-Betreuer je Schulverbund statt Wartung durch Lehrkräfte nebenher
  • Ausbau der Schulsozialarbeit auf jede weiterführende Schule

Bildung ist die Investition, die sich am längsten verzinst. Sie darf deshalb nicht die erste Position sein, die bei knappen Kassen gestrichen wird.

Sicherheit & Ordnung

Sicherheit entsteht aus Präsenz und guter Gestaltung des öffentlichen Raums — nicht aus immer neuen Verboten.

Das Sicherheitsgefühl in Musterstadt hängt an konkreten Orten: dem Bahnhofsvorplatz, dem Weg durch den Rathauspark, den Unterführungen an der B12. Wer dort abends unterwegs ist, soll sich nicht überlegen müssen, ob er einen Umweg nimmt.

  • Wiederbesetzung der Polizeiinspektion mit voller Sollstärke und feste Ansprechpartner für die Stadtteile
  • Beleuchtungskataster für alle Fuß- und Radwege, Nachrüstung nach Prioritätenliste
  • Kommunale Streetworker statt Platzverweis als einziges Instrument
  • Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienste verlässlich ausstatten

Videoüberwachung kann an einzelnen Brennpunkten sinnvoll sein, ersetzt aber keine Menschen vor Ort. Sie bleibt für mich das letzte, nicht das erste Mittel.

Infrastruktur

Straße, Schiene und Glasfaser gehören zusammen geplant — sonst wird jede Baustelle zweimal aufgerissen.

Der Sanierungsstau im städtischen Straßennetz ist über Jahre gewachsen. Gleichzeitig fehlt in drei Ortsteilen weiterhin ein Glasfaseranschluss. Beides lässt sich billiger lösen, wenn Tiefbau und Breitbandausbau in derselben Maßnahme laufen.

  • Verbindliche Koordinierung von Kanal-, Straßen- und Leitungsbau in einem Zeitplan
  • Glasfaser bis ins Haus für alle Ortsteile, mit Förderquote statt Anliegerbeitrag
  • Halbstundentakt der Buslinien 3 und 7 bis 22 Uhr, abgestimmt auf die Bahnankunft
  • Sichere Radwegeachse zwischen Schulzentrum, Bahnhof und Innenstadt

Mobilität ist keine Frage der Ideologie, sondern der Alltagstauglichkeit: Wer aufs Auto angewiesen ist, muss fahren können — wer umsteigen will, muss ein Angebot vorfinden.

Familie & Soziales

Bezahlbarer Wohnraum ist die soziale Frage in Musterstadt — und sie entscheidet sich am Bauland, das die Stadt selbst vergibt.

Die Angebotsmieten sind in fünf Jahren um rund ein Drittel gestiegen. Junge Familien und Pflegekräfte finden im Bestand kaum noch etwas. Als Kommune haben wir zwei wirksame Hebel: eigene Grundstücke und das Baurecht.

  • Städtische Grundstücke im Erbbaurecht vergeben statt zum Höchstpreis verkaufen
  • Feste Quote geförderter Wohnungen in jedem neuen Bebauungsplan
  • Wohnungstauschbörse für Seniorinnen und Senioren, die sich verkleinern möchten
  • Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflege, damit Angehörige berufstätig bleiben können

Familienpolitik endet nicht am Kita-Tor. Sie umfasst die Pflege der Eltern genauso wie die Betreuung der Kinder.

Umwelt & Klima

Klimaschutz gelingt vor Ort dort, wo er die Nebenkosten senkt: bei Dächern, Netzen und Grünflächen.

Musterstadt kann seinen Strombedarf zu einem erheblichen Teil selbst decken. Auf den städtischen Dächern — Schulen, Turnhallen, Bauhof — liegen bislang nur wenige Anlagen. Das ist verschenktes Geld, nicht nur verschenkte Emissionsminderung.

  • Photovoltaik auf jedes geeignete städtische Dach, finanziert über eine Bürgerenergiegenossenschaft
  • Prüfung eines Nahwärmenetzes für das Quartier um das Schulzentrum
  • Erhalt der Frischluftschneise im Norden — keine Bebauung der Wiesenflächen
  • Baumpflanzprogramm für Straßenzüge ohne Beschattung

Naturschutz und Landwirtschaft sind dabei keine Gegensätze. Unsere Betriebe pflegen die Kulturlandschaft — sie brauchen Planungssicherheit, keine zusätzliche Bürokratie.

Wirtschaft & Arbeit

Der Mittelstand trägt Musterstadt. Was er von der Stadt braucht, sind schnelle Entscheidungen und verfügbare Flächen.

Über 80 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Musterstadt entstehen in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Für sie ist eine Genehmigung, die vier Monate dauert, ein echtes Investitionshindernis.

  • Verbindliche Bearbeitungsfristen und ein fester Lotse für Gewerbeanträge im Rathaus
  • Behutsame Erweiterung des Gewerbegebiets Ost mit Vorrang für ortsansässige Betriebe
  • Ausbildungsmesse gemeinsam mit Kammern und Schulen, jährlich im Herbst
  • Innenstadtkonzept gegen Leerstand: Zwischennutzung statt Dauerleerstand

Wirtschaftsförderung heißt für mich nicht, Ansiedlungen zu subventionieren, sondern den Betrieben, die schon hier sind, das Wachstum nicht zu erschweren.

Sie sehen das anders?

Standpunkte werden besser, wenn man sie diskutiert. Schreiben Sie mir, welchen Punkt Sie anders bewerten — oder kommen Sie in die Bürgersprechstunde.

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